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KI & B2B · Praxis und Perspektiven

Wenn KI-Assistenten
Geschäfte vorbereiten.

Der Kunde beschreibt sein Ziel. Sein Assistent klärt die Anforderungen und fragt beim Anbieter an. Dessen Systeme liefern ein belastbares Angebot. Wir betrachten, wie daraus ein durchgängiger Geschäftsprozess entstehen kann.

Von der KI-Anbindung zur Zusammenarbeit zwischen Assistenten.

Ein Kundenassistent und ein Anbieterassistent könnten Anfragen und Angebote strukturiert austauschen. Über Schnittstellen greifen sie auf freigegebene Kataloge, Kalkulationen und Abläufe zu. Verbindliche Preise, Verfügbarkeit und Auftragsstatus kommen aus den zuständigen Fachsystemen.

Für Unternehmen liegt die Aufgabe darin, ihre Leistungen verständlich zu beschreiben und ausgewählte Geschäftsfunktionen gezielt zugänglich zu machen. Unsere lesende Liftlinker-Anbindung zeigt einen bereits umgesetzten Baustein. Die anschließenden B2B-Szenarien führen den Gedanken bis zu Angebot und Auftrag weiter.

Bereits umgesetzt / Anlagendaten per KI abfragen

Liftlinker: Anlagenwissen
im Gespräch abfragen.

Das Liftlinker-Portal stellt einem angebundenen KI-Assistenten freigegebene Anlagendaten zur Verfügung. Dazu gehören technische Einzelwerte, die wir direkt vom CAN-Bus erfassen und anlagenbezogen in der Portaldatenbank speichern.

Fachleute können diese Daten heute bereits in Alltagssprache abfragen – vom Anlagenbestand an einem Standort bis zu Betriebszuständen, vorhandenen Messwerten und den Versionsständen einzelner Komponenten.

BEISPIELE FÜR ANFRAGEN

„Welche Aufzüge haben wir an diesem Standort?“

„In welcher Etage wurde der Aufzug zuletzt erfasst, und welche Leistungsaufnahme wurde dabei gemessen?“

„Welche Softwareversion ist in der Steuerung hinterlegt?“

„Welcher Frequenzumrichter ist eingebaut und welche Seriennummer hat er?“

Die Antworten beruhen auf den für die jeweilige Anlage gespeicherten Angaben. So lassen sich technische Details gezielt abfragen und einordnen, ohne sich einzeln durch die Portalansichten zu arbeiten.

Zum Liftlinker-Projekt ↗

Heute: vorhandene Daten gezielt abfragen

Der KI-Assistent kann gespeicherte Messwerte, historische Verläufe und Versionsstände gezielt abfragen. Der Erfassungszeitpunkt zeigt, wie aktuell die Daten sind.

Messaufträge funktionieren bereits im Portal

Neue Messungen lassen sich über das Liftlinker-Portal beauftragen. Die Ergebnisse werden der jeweiligen Anlage zugeordnet und stehen dort für weitere Abfragen zur Verfügung.

Ausblick: Messungen per Sprache beauftragen

Der nächste Schritt wäre, einen Messauftrag in Alltagssprache zu formulieren: „Erfasse für die nächsten fünf Minuten Leistungsaufnahme und Lastsignal und werte die Messreihe auf statistische Auffälligkeiten aus.“

Eine solche Erweiterung könnte auffällige Messwerte, zeitliche Veränderungen und Zusammenhänge sichtbar machen. Zusammen mit den Anlagendaten erhalten Fachleute Hinweise, wo sie bei der Fehlersuche gezielt weiterprüfen können.

Das Beauftragen von Messungen per KI und die integrierte Auswertung sind mögliche Erweiterungen. Erkannte Auffälligkeiten unterstützen die fachliche Prüfung; sie sind keine gesicherte Fehlerdiagnose.

  1. Bedarf klärenKunde und Assistent
  2. Angebot prüfenAnbieter und Fachsysteme
  3. Freigabe einholenPreis, Umfang und Bedingungen
  4. Auftrag ausführenBuchung, Lieferung und Service

Konzept / Reisebüro der Zukunft

Ein persönlicher Reiseassistent.
Mit Reiseexpertise im Hintergrund.

„Wir möchten im Herbst auf Madeira wandern. Was passt zu uns?“

Im natürlichen Gespräch klärt der Assistent Reisezeit, Budget und Wünsche anhand des Beratungsleitfadens des Reiseanbieters. Er fragt passende Zusatzleistungen wie Mietwagen, Wanderungen oder Ausflüge nach und hält fest, was gewünscht oder ausgeschlossen ist. Das geht auch bequem per Sprache, ohne ein Formular auszufüllen.

Zum Beispiel Madeira: Für die klassifizierten Wanderwege (PR) ist eine vorherige Zeitreservierung erforderlich. Ein angebundener Assistent könnte solche Vorgaben anhand aktueller Quellen berücksichtigen und offene Reservierungen ebenso erfassen wie den Mietwagen. Verfügbarkeit und Wegestatus werden für die geplanten Termine geprüft.

Aus den Antworten entsteht eine strukturierte Anforderungsübersicht: Was wird benötigt, für wen und wann? Was ist verfügbar, was bereits bestätigt und welche Angaben oder Unterlagen fehlen noch?

Zu den Wanderreservierungen: Offizielle Informationen von Visit Madeira. Die geltenden Bedingungen sind bei der konkreten Reiseplanung erneut zu prüfen.

Nach der Auswahl folgt die ausdrücklich freigegebene Buchung. Reiseunterlagen, Rückfragen und Änderungen bleiben Teil desselben Ablaufs; bei Sonderfällen übernehmen Menschen mit Reiseerfahrung.

Was daran B2B ist

Zwischen Kundenwunsch und Buchung arbeiten Reisebüro, Veranstalter, Hotels und weitere Dienstleister zusammen. Ihre Daten und Prozesse müssen verlässlich verbunden sein – auch wenn die Anfrage von einem fremden KI-Assistenten kommt.

Eine gemeinsame Arbeitsgrundlage im Reisebüro

Das Reisebüro erhält eine Anforderungsmatrix mit Reisebausteinen, Terminen, Voraussetzungen, Buchungsständen und offenen Punkten. Mitarbeiter oder angebundene KI-Assistenten können diese im Hintergrund abarbeiten, Rückfragen stellen und die Unterlagen vervollständigen.

Die Anforderungsmatrix wird anhand der vereinbarten Beratungskriterien auf Vollständigkeit geprüft. Sie führt Angebote, freigegebene Buchungen, Reservierungsbestätigungen und Reiseunterlagen zusammen. Fehlende Angaben und offene Entscheidungen bleiben als Aufgaben sichtbar.

Ein überschaubarer Einstieg

Eine Reiseart, ein angebundener Anbieter und zunächst eine strukturierte Anfrage mit geprüftem Angebot. Vor einer Buchungsfunktion werden Datenzugang, Verträge und Zuständigkeiten geklärt. Wo keine geeignete Schnittstelle verfügbar ist, übernimmt das Reisebüro den betreffenden Schritt.

Konzeptszenario: Eine mögliche Anwendung unserer Integrationsarbeit, kein bereits betriebenes Reiseportal.

Dasselbe Prinzip in der Industrie

Zwei weitere
mögliche Anwendungen.

Der gemeinsame Kern bleibt: Eine Anfrage wird eindeutig, Fachsysteme liefern belastbare Daten und ein freigegebener Schritt löst den nächsten aus.

Ersatzteile und Beschaffung

Ein Servicebetrieb benötigt ein bestimmtes Bauteil bis zu einem Termin. Sein Assistent fragt bei angebundenen Lieferanten nach Artikeldaten, Bestand, Preis und Lieferzeit. Ein Fachkundiger prüft die Eignung; nach Freigabe geht die Bestellung an den Einkauf.

Möglicher Pilot: Ein begrenzter Teilekatalog und ein Lieferant – zunächst bis zum Angebotsvergleich.

Fertigungsanfrage im Metallbau

Ein Betrieb benötigt gekantete Bleche. Der Assistent klärt Maße, Material, Kantprofil, Stückzahl und Lieferung. Die Kalkulation des Fertigers prüft die Anfrage und liefert ein Angebot mit klaren Leistungsdaten.

Möglicher Pilot: Eine Produktfamilie mit festgelegten Varianten – zunächst bis zum prüfbaren Angebot.

Unsere Aufgabe: die Verbindung zum Betrieb.

Erfahrung mit RFQ-Kalkulation, ERP- und Datenintegration sowie strukturierten Rechnungsdaten bildet die Grundlage. Darauf lässt sich ein abgegrenzter KI-Prozess aufsetzen, dessen Ergebnisse geprüft und nachvollzogen werden können.

Gefunden werden. Daten liefern. Handeln dürfen.

Diese drei Aufgaben gehören zusammen: Öffentliche Inhalte erklären das Angebot. Vereinbarte Schnittstellen liefern aktuelle Geschäftsdaten. Für Bestellungen und Buchungen braucht es eigene Berechtigungen und Freigaben. Eine Anmeldung allein erteilt weder einen Kaufauftrag noch eine Zahlungsfreigabe.

Welche externen Assistenten angebunden werden können, hängt von ihren Schnittstellen und Zugangsbedingungen ab. Eine maschinenlesbare Beschreibung allein garantiert weder Auffindbarkeit noch eine automatische Geschäftsbeziehung.

Der nächste Schritt

Welche Aufgabe
möchten Sie lösen?

Beschreiben Sie kurz Ihr System, die aktuelle Herausforderung und das gewünschte Ergebnis. Wir klären gemeinsam, welcher erste Schritt sinnvoll ist.

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